Jana ruft zur Freude auf

TSV Burgdorf geht beim Heimspieltag zweimal über die volle Distanz – und gewinnt beide Partien.

Erschöpft verließ die Mannschaft der TSV Burgdorf das Parkett der IGS-Sporthalle. Froh darüber, am letzten Heimspieltag des Jahres beide Partien für sich entschieden zu haben – und trotzdem nicht vollends glücklich. Vier Punkte, die hart erarbeitet werden mussten, waren nicht ganz das vorweihnachtliche Geschenk, das sich der Oberligist drei Tage vor Heiligabend selbst machen wollte, denn eigentlich hätten es zwei mehr sein sollen. Dass sie sich über ihre beiden 3:2-Siege gegen den DJK Kolping Northeim (25:20, 26:28, 25:19, 22:25, 15:11) und den TSV Giesen Grizzlys III (25:21, 25:17, 15:25, 23:25, 15:10) ruhig ein wenig mehr hätten freuen dürfen, musste ihnen erst ein zwölfjähriges Mädchen erklären.

„Kindermund tut Wahrheit kund“, sagte Kai Hartel zur Aussage seiner Tochter Jana, die der Meinung war, dass „vier Punkte besser als nichts“ seien. Auch wenn es den Burgdorfern in den beiden Rückspielen nicht gelungen war, wie in der Hinrunde gegen diese Kontrahenten jeweils drei Zähler einzuheimsen. „Das Wichtigste ist doch, dass wir zwei lange Heimspiele von derartiger Intensität gewinnen konnten“, betonte der TSV-Trainer. Dank dieser Ausbeute in der Tabelle wieder auf dem zweiten Platz, dem Relegationsrang, zu stehen, sei „Motivation und Ansporn“ für die verbleibenden sechs Begegnungen im neuen Jahr.

Gegen die Northeimer, die laut Hartel ebenso wie anschließend die Grizzlys im Vergleich zu den Duellen im September diesmal deutlich stärker waren, absolvierte das TSV-Team sein bislang längstes Saisonspiel. Zwei Stunden und acht Minuten dauerte die Partie, und im Gegensatz zu den bisher einzigen Niederlagen zuletzt gegen den Wolfenbütteler VC und in Salzgitter, begann der Aufsteiger gleich voll konzentriert. Der Block stand top (viele Punkte von Jan-Eyk Mach), Ole Ringelmann lieferte als Libero „unglaublich gute Arbeit“ (Hartel) ab, Robert Antowski hatte im Außenangriff immer wieder prima Szenen. Dass es trotzdem in den Tiebreak ging, lag nicht zuletzt an den Stärken des Gegners.

2:0-Führung reicht nicht

Die Partie gegen die Grizzlys erreichte nicht das Niveau der vorangegangen, gleichwohl konnten die Burgdorfer angesichts einer ­2:0-Satzführung auf ein schnelleres Ende mit positivem Ausgang hoffen. Das gute Zuspiel von Rainer Schmölling und Machs Aufschläge waren die Basis dafür. Doch im dritten Satz wurde die Annahme schlechter, „außerdem war unser Spiel ausrechenbarer. Und immer kamen wir einen halben Schritt zu spät“, sagte Hartel.

Dazu machten starke Angaben des Gieseners Florian Ahrens den Burgdorfern zu schaffen. Im zehnten Satz an diesem langen Nachmittag gelang es ihnen jedoch, sich noch einmal aufzubäumen. Mit schnellem Spiel und dem nötigen Willen gewannen sie erneut den Tiebreak.

Quellenangabe: HAZ, Burgdorf/Uetze vom 24.12.2019, Seite 8, Dirk Herrmann

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